Parks in Weimar

Ginkgo Appartements

"Ich ging im Walde so für mich hin und nichts zu suchen das war mein Sinn..."
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Am Ufer des Flusses Ilm liegt der "Park an der Ilm", der unter der Leitung von Goethe entstanden ist. Damit es im Park an nichts fehlt, hat Goethe u.a. nach dem Vorbild englischer Landschaftsparks künstliche Ruinen, Lauben und Felslandschaften errichten lassen.
An dem einen Ende des Parks befinden sich das Römische Haus und Goethes Gartenhaus, das 6 Jahre lang bis 1782 Goethes Zuhause in Weimar war. Am anderen Ende des Parks liegt das Liszthaus, ein ganz kleines Museum, das nicht wie ein typisches Museum aussieht.

In einem der Zimmer kann man sich über das Leben von Franz Liszt informieren. Alles andere ist seit 1886 unberührt geblieben, die Exponate befinden sich nicht unter einem Glas und sind nicht mit erklärenden Schildern versehen. Die Atmosphäre, in welcher der Komponist und Pianist lebte, ist gut erhalten geblieben.
Das sind die berühmtesten Sehenswürdigkeiten in unserer Stadt.
Weimar hat aber neben diesen noch viel mehr zu bieten. Bei einem Bummel durch Weimar kann man dessen Atmosphäre und Leichtigkeit wunderbar erleben.
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Schloss und Park Belvedere legte Herzog Ernst August I. um 1730 auf der Eichenleite - einem Höhenzug südöstlich Weimars an. Angegliedert wurde die seinerzeit über die Grenzen Deutschlands bekannte Orangerie, die um 1750 fertiggestellt wurde. Hier wurden u.a. um 1800 bereits Ginkgo Setzlinge für 1 Taler verkauft ( etwa € 1,50 ).
Von 1756 bis 1900 war Belvedere regelmäßige Sommerresidenz und Hofhaltung des weimarischen Fürstenhauses.
Die Parkanlage von Belvedere wurde (nach dem Entfernen der das Schloss umgebenden Kabinettsgärten) in ihren Grundzügen zwischen 1815 und 1824 angelegt, ebenso der Irrgarten und das "Heckentheater". Seine heute bewunderte Gestaltung erhielt der Park im Wesentlichen durch die Überarbeitung nach Vorschlägen des Fürst Pückler-Muskau zwischen 1842 und 1850. Der russische Garten ist eine Miniatur-Nachbildung des Gartens in Pawlowsk ( Russland ). Die Anlage hatte Erbgroßherzog Carl Friedrich 1811 bis 1815 nach dem Vorbild des "Höchsteigenen Gartens" an der Sommerresidenz der Zaren in Pawlowsk für seine Frau, Großherzogin Maria Pawlowna, anlegen lassen.
In ihm steht auch ein nach der Schwester Anna der Großherzogin benannter Blauglockenbaum ( Pawlownia tomentosa ).
Die Restaurierung der Gärten wurde 2004 weitgehend abgeschlossen. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten sind die Schlossgebäude ebenfalls für den Besucherverkehr wieder geöffnet. In der Ausstellung des Rokoko-Museums können Gläser, Porzellan, Fayencen und Jagdwaffen des späten 17. und 18. Jahrhunderts bewundert werden. Die Orangerie beherbergt immer noch exotische Pflanzen, die, im Sommer ins Freie gestellt, für ein mediterranes Flair der gesamten Anlage sorgen. Ein Teil des Gebäudekomplexes dient als Ausstellungsraum für Kutschen, Jagdwagen und Reisecoupés des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem ehemaligen großherzoglichen Fuhrpark.
In einem landschaftsarchitektonisch ebenso vorsichtig wie gelungen in das Gelände eingefügtem Neubau nördlich der historischen Schlossanlage befindet sich heute das Spezialgymnasium für Musik "Schloss Belvedere".
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_und_Park_Belvedere"

Der Goethe Ginkgo

Der Goethe Ginkgo, Weimar
Im 18. Jahrhundert wuchs in den Fürstenhäusern das Verlangen exotische Pflanzen und Bäume nach den Vorbildern englischer Landschaftsparks anzupflanzen. Unter dieser Vorliebe fand auch der Ginkgobaum immer weitere Verbreitung in Europa.
Da der Ginkgo hier erst um ca. 1730 wieder erfolgreich angezüchtet werden konnte, waren zur Zeit Goethes die Ginkgos nur ca. 3-4 m hoch. Exotische Park- und Gartenkultur waren seit etwa 1780 gemeinsame Interessensgebiete von Goethe und Herzog Carl August. Goethes botanische Studien und Interessen sind u.a. auch nachzulesen in seiner ,,Metamorphose der Pflanzen’’.
Ein Weimarer Hofgärtner, der von Herzog Carl August zur Ausbildung nach England geschickt wurde und dort auch den Ginkgo kennenlernte, machte nach seiner Rückkehr nach Weimar in der Orangerie Belvedere die ersten Vermehrungsversuche für den Ginkgobaum.
Er hatte Erfolg und man konnte in Weimar bereits um 1800 auf Belvedere einen Ginkgobaum für 1 Taler kaufen.Einer der beiden Weimarer Hofgärtner Sckell, die sich auch ständig mit Goethe botanisch austauschten, pflanzte um 1820 einen Ginkgo südöstlich des Fürstenhauses. Er ist heute der älteste Weimars ( s. Foto ).
Goethe war neben seinen botanischen Interessen sicher durch die charakteristische Form des Ginkgoblattes künstlerisch inspiriert, welches in seinem Gedicht ,,Ginkgo biloba’’, eingearbeitet in den Gedichtezyklus ,,West - östlicher Divan’’ im Buch ,,Suleika’’ zum Ausdruck kommt, und er widmete dieses seinerzeit seiner Bekannten Marianne von Willemer, der 3. Ehefrau des Frankfurter Bankiers Johann Jakob von Willemer.

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